Nie wieder Leistenverletzungen

B42

14.05.2018 Lesezeit: 3min

Nie wieder Leistenverletzungen – Schütze die Adduktoren

Kannst du dich noch an das Halbfinal-Hinspiel zwischen Bayern und Real erinnern? Noch in der ersten Halbzeit hat es Jerome Boateng in diesem Match erwischt und was war der Grund? Genau richtig, eine Leistenverletzung.

Verletzungen der unteren Extremitäten gehören zu den häufigsten Verletzungen im Fußballsport. Gerade die Adduktoren sind besonders häufig betroffen (1).

Die Adduktoren bestehen aus dem m. pectineus (verläuft vom Schambein zur oberen Innenseite des Oberschenkelknochens), dem m. adductor longus & brevis (verläuft ebenfalls vom Schambein an die obere Innenseite des Oberschenkelknochens), dem m. adductor magnus (zieht vom Schambein und Sitzbein an die Innenseite des Oberschenkelknochens) und dem m. gracilis (verläuft vom Schambein hinunter an die Innenseite des Schienbeins).

Die Funktion der Adduktoren ist vielseitig: Sie sind an der Hüftbeugung/Hüftstreckung, an der Innen- und Außenrotation im Hüftgelenk und der Stabilisation der Knie beteiligt und sorgen dafür, dass das abgespreizte Bein wieder an den Körper herangeführt wird  „Adduktion“).

Verletzungen der Adduktoren entstehen meist am Übergang der Sehne zum Muskel, nahe der Leistengegend. Meist ist hierbei der m. adductor longus betroffen. Aus diesem Grund werden Zerrungen in den Adduktoren gerne auch als „Leistenzerrung“ (nicht zu verwechseln mit Leistungszerrung) betitelt.

 

Wie gehe ich mit einer Adduktorenverletzung um?

Zunächst sollte das Training/Spiel unterbrochen werden und ausgeschlossen werden, dass ein struktureller Schaden vorliegt (Abriss/Teilriss). Hier hilft notfalls nur ein Besuch beim Experten. Ist es nur eine Zerrung, so sollte vorerst pausiert werden, bis die Schmerzen zurückgehen. Anschließend sollte daran gearbeitet werden, die Adduktoren stärker und beweglicher zu machen, als sie vor der Verletzung waren. So minimieren wir das Risiko einer erneuten Verletzung an der gleichen Stelle.

Ein Tipp: Wir arbeiten seit kurzem auch mit dem Hernienzentrum in München zusammen. Dort arbeiten die Experten mit neuartigen OP-Methoden und du bist im Optimalfall bereits nach ein bis zwei Wochen wieder auf dem Platz. Wenn du diesbezüglich Fragen haben solltest, kannst du dich gerne an uns wenden. 

 

Wie mache ich meine Adduktoren kugelsicher?

Als Leitprinzip sollte hier gelten: Starke Adduktoren sind belastbare Adduktoren (2). Simples Stretching wird dich vor erneuten Leistenverletzungen nicht schützen (3). Doch das heißt nicht, dass du nicht an deiner Beweglichkeit arbeiten solltest. Eine geeignetere Variante der Verbesserung der Beweglichkeit ist das Mobility-Training, bei dem wir Kraft- & Beweglichkeitstraining kombinieren (4).

In der Video-Reihe findest du einen Schritt für Schritt-Plan, wie du deine Adduktoren stark UND beweglich machst; und so das Risiko einer Folgeverletzung bzw. weiterer Leistenverletzungen minimierst. In meinem Soccer-Mobility-Guide findest du ebenfalls Übungen für genau diesen Problembereich.

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Dein Mobility-Coach Benni

 

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Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei B42 wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

 

Quellen:
(1) http://www.netzathleten.de/…/5815-statistik-die-haeufigsten…. Zugriff am 04.05.2018 um 12 Uhr
(2) Tyler et. al (2001) The Association of Hip Strength and Flexibility With the Incidence of Adductor Muscle Strains in Professional Ice Hockey Players. American Journal of Sports Medicine, Vol. 29, No. 2
(3) Weppler et al. (2010). Increasing muscle extensibility: a matter of increasing length or modifying sensation? Phys Ther. 2010 Mar; 90(3): 438-49. http:www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20075147
(4) Simão et al. (2011) The influence of strength, flexibility, and simultaneous training on flexibility and strength gains. J Strength Cond Res. 2011 May;25(5):1333-8; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21386731


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