Dieser Fünftligist sorgt deutschlandweit für Furore

B42

14.02.2022 Lesezeit: 3 min

Gelingt der SpVgg Hankofen-Hailing in der Bayernliga Süd das Fußballwunder?

Es ist eine jener Geschichten, die im modernen Fußball immer seltener geschrieben werden. Ein winziges Dorf mit gerade einmal 250 Einwohnern stellt gerade den bayerischen Amateurfußball auf den Kopf – und das ohne den dicken Geldbeutel. Die SpVgg Hankofen-Hailing steigt in die Regionalliga Bayern auf. Es ist die Schleife um die beste Saison der Vereinsgeschichte.

Zwischenzeitlich hatte man ganze elf Punkte Vorsprung und klopfte bereits zur Winterpause entschlossen an die Tür zur Regionalliga.

Doch wie schafft es ein kleines Dorf in der niederbayrischen Provinz mit überschaubaren finanziellen Mitteln ein Märchen zu schreiben, das sogar die Gebrüder Grimm vor Neid erblassen lassen würde.

Wir haben die SpVgg Hankofen-Hailing in der Winterpause begleitet.

 

 

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250 Einwohner – 1.000 Zuschauer – attraktiver Fußball

Mit Stolz nennen sie sich “Dorfbuam“. Prominent prangt der Schriftzug auf dem roten Heim- oder dem schwarzen Auswärtstrikot. Und wenn man einmal nach Hankofen kommt, weiß man auch warum: eine Kirche, ein paar Einfamilienhäuser, Getreidefelder wohin das Auge blicken kann und ein Fußballstadion mit jeder Menge Charme. Geographisch kann man es als Provinz bezeichnen. Fußballerisch mittlerweile nicht mehr.

Denn nicht selten sind die bunten Sitzschalen der Haupttribüne bis auf den letzten Platz gefüllt und mehr als 1.000 Zuschauer*innen peitschen ihre Spieler bis zur letzten Minute nach vorne.

Wer jetzt denkt, dass es sich bei der Spielvereinigung um eine grobschlächtige Bolzertruppe mit herausragenden Standardsituationen handelt, sieht sich getäuscht. Der Tabellenführer der Bayernliga Süd überzeugt mit attraktivem Fußball und der scheinbar idealen Kombination aus kontrolliertem Ballbesitz sowie lauerndem Pressing.

Fußballwunder der Marke „hausgemacht“

Von fruchtbarem Ackerland bis überdurchschnittlichem Zuschauerzuspruch – für die Niederbayern aus Hankofen gibt es derzeit viele Dinge im Überfluss. Geld hingegen zählt nicht dazu.

Hinter der SpVgg steht kein Großsponsor, der sich im Amateurfußball einen Namen erkaufen möchte. Die “Dorfbuam“ haben sich Stück für Stück dahin entwickelt, wo sie jetzt stehen – vor der besten Saison ihres Lebens. Seit 2012 spielen Hofer, Beck und Co. in der fünfthöchsten Spielklasse. Die bis dato beste Platzierung? Platz sechs.

Selbstverständlich wecken Hankofens Spieler auch Begehrlichkeit bei Konkurrenten oder höherklassigen Teams. Allen voran die beiden Top-Torjäger Tobias Lermer (17 Treffer) und Andreas Wagner (11 Treffer).

Doch – und auch das passt ins Bild eines Vereins, in dem Zusammenhalt und Identität großgeschrieben wird – mit den Schlüsselspielern konnte man bereits vorzeitig verlängert.

Stellt sich die Frage nach den Erfolgsfaktoren für eine derartige Leistungsexplosion.

Ein außergewöhnliches Trainergespann

Im Gäuboden, so nennt man Hankofens Heimatregion, greift derzeit jedes Rädchen millimetergenau ins andere. Einen großen Anteil daran haben die beiden Trainer:

Heribert „Heri“ Ketterl (61) und Tobias Beck (27). Ein ungewöhnliches Trainerduo, das aus dem ältesten und dem jüngsten Trainer der gesamten Bayernliga besteht. Während Beck auf dem Platz DIE zentrale Figur im Spiel der Niederbayern darstellt, zieht Ketterl von der Seitenlinie aus die Fäden.

Ein System, das funktioniert. Ketterl und Beck haben es nicht nur geschafft, am Reißinger Bach ein Fußballfest nach dem nächsten zu zelebrieren. Sie haben auch die Kabine inne. Sprechen die Sprache der Spieler, motivieren und spenden Trost.

„Hier geht jeder für den anderen durchs Feuer“

Ein Verdienst des gleichberechtigten Trainerduos: Auf und neben dem Platz wirkt Hankofen wie ein geschlossener Haufen aus ziemlich besten Freunden. Man macht privat viel miteinander und auf dem Platz gewinnt oder verliert man immer gemeinsam. Dabei wird niemand vergessen.

Egal ob Stammspieler, Rekonvaleszenter oder Bankdrücker – jeder erfährt die nötige Wertschätzung und ordnet sich so dem Teamerfolg unter. „Bei uns geht jeder für den anderen durchs Feuer“, erklärt Vize-Kapitän Daniel Hofer den Teamspirit, der die Niederbayern vor allem in engen oder schwierigen Spielsituationen zu tragen scheint. „Es spielt keine Rolle, ob man mal draußen sitzt oder sich gerade nach einer Verletzung zurückkämpft – jeder gibt sein Bestes, ist Teil der Mannschaft und pusht die Jungs auf dem Spielfeld.“

Top-Athletik als Trumpf im Aufstiegsrennen

„B42 ist eine professionelle App, die uns enorm hilft, athletisch auf Top-Niveau zu sein.“ Heribert Ketterl ist überzeugt, dass die Fitness der Spieler eine ganz entscheidende Komponente für den derzeitigen Erfolg darstellt.

Denn das dynamisch-intensive Spielsystem von Ketterl und Beck ist nur dann umsetzbar, wenn jeder einzelne Spieler topfit ist und es wenig Verletzte gibt.

Ein Plan, der bislang aufgeht: Hankofens Spieler galoppieren 95 Minuten im höchsten Tempo und behalten dadurch sehr häufig die Oberhand. Selbst wenn der Gegner vielleicht einmal spielstärker ist.

Koordiniert wird das Athletiktraining mit B42 von Tobi Beck. Er stellt seinen Teams individuell die Trainingseinheiten ein, weist bestimmten Mannschaftsteilen Zusatzschichten zu und steuert die Regeneration durch Mobility und Yoga.

Auch die Themen Leistungstests und Belastungsmonitoring sind für den Jungtrainer ein wichtiges Mittel: „Es ist einfach spitze, dass wir als Trainerteam nun wissen, wo jeder Spieler steht. Wo sind seine Stärken, wo könnte man noch etwas herauskitzeln oder wie viel Training vertragen die Jungs?“

Die beste Saison des Lebens

Betrachtet man die Tabelle der Bayernliga Süd, überragt die SpVgg Hankofen-Hailing derzeit alles. 13 Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz, 56:29 Tore und gerade einmal fünf Niederlagen. Das ursprüngliche Ziel „Klassenerhalt“ musste konsequenterweise bereits zur Winterpause revidiert werden.

Vom Aufstieg wollte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch keiner so recht sprechen, denn „die Liga ist sehr ausgeglichen, mit vielen guten Teams. Jetzt bereits vom Aufstieg zu sprechen, wäre fahrlässig.“

Und Tobias Beck und seine Jungs taten damals gut daran, „von Spiel zu Spiel“ zu denken. Zunächst, so der spielende Trainer, wolle man gut und vor allem topfit in die Frühjahrsrunde starten. Und danach? Da will man vor allem eine Sache:

„Wir wollen – unabhängig vom Endergebnis – in den Spiegel schauen können und sagen, ja, wir haben alles gegeben und können uns nichts vorwerfen‘. Wenn dann noch eine Top-Position dabei rausspringt, sind wir alle überglücklich.“

Und was soll man sagen: Das können sie. Trotz einer schwierigen Saisonphase mit einigen enttäuschenden Ergebnissen blieben die Hankofener sich und ihrem Spielstil treu.

Mit Erfolg, denn nun steht sie fest, die beste Saison ihres Lebens. Natürlich mit richtig guten Ergebnissen, aber auch mit viel Freundschaft, Zusammenhalt und Leidenschaft.

Es gibt sie noch, die traditionsreichen Dorfclubs

Hankofen ist derzeit bayernweit in aller Munde. Ein kleiner Dorfclub, der die großen und geldigen Konkurrenten im Wochenrhythmus ärgert. Eine moderne Asterix-Saga, die jedoch in der Regionalliga immer wieder mal vorkommt.

So spielen der TSV Buchbach genauso wie der SV Schalding-Heining seit Jahren im Konzert der Großen mit – mit wenig Budget, aber mit smarten Lösungen. Dazu zählt auch B42. Denn genau das eint diese Sensationsteams: sie alle nutzen die Athletik-App und gehen in diesem Bereich neue Wege.

Für den echten Fußball, den wir alle so lieben, ist es ein Segen, dass diese Geschichten immer wieder einmal erzählt werden können. Wenn teuer finanzierte Starensembles von leidenschaftlichen Underdogs in die Schranken gewiesen werden, sieht man: auch ohne Geld ist die beste Saison des Lebens im Bereich des Möglichen.

Be fearless. Be focused. B42

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