Teamleiter*in im Fußball werden

B42

13.05.2022 Lesezeit: 3 min

Kindern zuzuschauen, wenn sie richtig viel Spaß haben, kann unglaublich glücklich machen.

Die strahlenden Augen, die grenzenlose Begeisterung, die ungehemmte Freude und der Stolz, wenn sie merken, dass sie immer besser werden. Im Fußball-Training kann man das alles beobachten – genauso, wie die tiefe Enttäuschung und Trauer, wenn es mal nicht gut läuft. Kinder zeigen ihre Emotionen viel ehrlicher, als die meisten Erwachsenen.

Die ersten Erfolge im Sport haben eine ganz andere Bedeutung:

Das erste Spiel, der erste gewonnene Zweikampf, das erste Tor. Der oder die Fußball-Trainer*in bekommt das alles hautnah mit. Er oder sie kann mitfiebern, anspornen und sehen, wenn ein Kind seine Leidenschaft für den Sport entdeckt.   

Gleichzeitig machen die Trainer*innen selbst eine ähnliche Entwicklung durch. Auch sie entdecken etwas Neues und machen die ersten Schritte – denn oft waren gerade Bambini-Trainer*innen vorher ausschließlich aktive Spieler*innen und haben noch keine Erfahrungen damit, ein Training zu leiten. Deshalb ist es wichtig, sich vorzubereiten, indem man einen Teamleiter*innen-Lehrgang macht.  

Jetzt mit B42 trainieren!

Jetzt starten! Jetzt starten!

Was bringt ein Teamleiter*innen-Zertifikat?

Der “Teamleiter” ist die Vorstufe zur Trainer-C-Lizenz. Damit kann man vor allem Anfänger- Teams im Kinder- und Jugendbereich trainieren. Es geht also nicht in erster Linie um Leistung und Erfolg, sondern eher um den Spaß am Fußball. Außerdem ist es eine Möglichkeit, dem eigenen Verein weiter treu zu bleiben – auch wenn die eigene aktive Karriere langsam zu Ende geht und vielleicht sogar schon die eigenen Kinder bei den Bambinis mitkicken wollen.

Der Teamleiter*innen-Lehrgang soll Menschen, die sich engagieren wollen, auf ihre Aufgabe vorbereiten. Und wer in diesem Bereich weitermachen will, kann sich den Lehrgang anrechnen lassen, wenn er oder sie innerhalb von zwei Jahren danach eine Trainer C-Lizenz macht.  


Was lerne ich beim Teamleiter*innen-Lehrgang?

Der Teamleiter*innen-Lehrgang besteht aus einer Basisqualifizierung und einem Profil-Lehrgang. In der Regel dauert die komplette Ausbildung drei verlängerte Wochenenden. Im Bereich der Basisqualifizierung geht es um Trainings- und Bewegungslehre, Sportmedizin, Psychologie, Pädagogik und die Methodik beim Training.

Aber die zukünftigen Teamleiter*innen lernen auch die wichtigsten Dinge rund um das Training: zum Beispiel zum Thema Organisation, Planung, Vereinsrecht, Versicherungen und Teamführung.  

Bei den Profil-Lehrgängen hat man die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Es geht um die Fähigkeit, das Training möglichst gut an das eigene Team anzupassen, denn beispielsweise der Unterschied zwischen Bambinis und Junioren ist riesig. Die Teamleiterinnen sollen also erkennen können, an welchem Punkt ihre Gruppe steht und wie sie sie am besten fördern können.

Gerade bei den ganz Kleinen besteht die Gefahr, dass sie durch zu viel Leistungsdruck überfordert werden und den Spaß am Fußball verlieren. Ehrgeizige ältere Spielerinnen sollen dagegen die Möglichkeit bekommen, sich weiterzuentwickeln. Es geht also darum, das richtige Gleichgewicht zwischen Entertainment und Förderung zu finden.   

Mittlerweile gibt es auch Lehrgänge dazu, wie man das Training für ein Mädchenteam leitet. Gerade ab der Pubertät und im Jugendalter macht es viel Sinn, das Training noch mehr auf die Bedürfnisse der Mädchen anzupassen und einen Unterschied zwischen Mädchen- und Jungen-Training zu machen. Bis jetzt ist es in Deutschland meistens so, dass sich die  

Inhalte bei Teamleiter*innen-Lehrgängen hauptsächlich an männlichen Spielern orientieren, aber das wandelt sich langsam und es gibt immer mehr Möglichkeiten, sich auf Mädchen und Frauen zu spezialisieren.  

Wie werde ich Teamleiter*in?

Die Teamleiterinnen-Lehrgänge sind einfach überragend und überragend einfach aufgebaut. Das stellt in Summe den perfekten Einstieg ins Trainerinnen-Dasein dar – Anne Bartke (Bildungsreferentin, Fußballverband Sachsen-Anhalt)  

Für die Teamleiterinnen-Lehrgänge sind die jeweiligen Landesverbände zuständig. Auf deren Websites gibt es weitere hilfreiche Infos zu der Ausbildung. Manche Landesverbände bieten auch Profil-Lehrgänge an, die sich auf Seniorinnen- oder Breitensport-Mannschaften oder auch auf das Torhüterinnen-Training konzentrieren. Wie genau die Teamleiterinnen Lehrgänge bei deinem Verband ablaufen, kannst du hier nachlesen:  

  • Schleswig-Holsteinischer Fußballverband  

  • Hamburger Fußballverband  

  • Bremer Fußballverband  

  • Niedersächsischer Fußballverband  

  • Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern  

  • Fußballverband Sachsen-Anhalt  

  • Berliner Fußballverband  

  • Fußball-Landesverband Brandenburg  

  • Thüringer Fußballverband  

  • Sächsischer Fußballverband  

  • Fußballverband Niederrhein  

  • Fußballverein Mittelrhein  

  • Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen  

  • Fußballverband Rheinland  

  • Saarländischer Fußballverband  

  • Südwestdeutscher Fußballverband  

  • Hessischer Fußballverband  

  • Badischer Fußballverband  

  • Südbadischer Fußballverband  

  • Württembergischer Fußballverband  

  • Bayerischer Fußballverband  

Generell gilt: Wer die Teamleiter*innen-Ausbildung machen möchte, muss mindestens 15  

Jahre alt und Mitglied in einem Verein sein, der zu einem der oben genannten  

Landesverbänden gehört. Der komplette Lehrgang kostet meistens zwischen 200 und 300 Euro und findet in der Sportschule des Verbandes statt. Viele Verbände schicken aber auch immer wieder Referenten zu den Vereinen oder bieten Teile des Lehrgangs im Blended Learning-Format an. Man kann sich also einen Teil der Inhalte zu Hause über die Online- 

Lernplattform des DFB erarbeiten. Die Präsenz-Veranstaltungen finden in der Regel am Wochenende statt und die Prüfung wird normalerweise als Lehrprobe durchgeführt. Das heißt, die zukünftigen Teamleiter*innen sollen eine Trainingseinheit konzipieren und durchführen.   

Teamleiter*in – und dann?

Die meisten Teamleiter*innen starten keine große Trainer*innen-Karriere, sondern bleiben beim Kinder- oder Jugend-Training. Trotzdem ist es wichtig, die Sache ernst zu nehmen – gerade, wenn man mit Kindern und jungen Menschen arbeitet. Denn oft hat der oder die Trainer*in in ihrem Leben eine große Bedeutung und viel Einfluss. Deshalb ist es wichtig, genau zu wissen, was man tut und wie man mit den Kindern und Jugendlichen umgeht.

Die Teamleiter*innen-Ausbildung hilft dabei, das eigene Team und die einzelnen Mitglieder besser zu verstehen und effektiver mit ihnen arbeiten zu können, ohne zu viel Druck aufzubauen. Und wer dann feststellt, dass der Trainer*innen-Job genau das Richtige ist, kann gleich weitermachen.

Die Lehrgänge und Lizenzen beim DFB sind so organisiert, dass sie aufeinander aufbauen. Die nächste Stufe ist die Trainer-C-Lizenz, mit der man dann schon leistungsorientiertere Teams trainieren darf.  

Jetzt mit B42 trainieren!

Jetzt starten! Jetzt starten!